Die Geologie der Seychellen

Die Geologie der Seychellen

Die Seychellen haben etwas Magisches an sich, nicht zuletzt deswegen, weil ihre Entstehungsgeschichte ein wenig geheimnisvoll klingt. Der Urkontinent Gondwana, der einst Afrika, Asien und Europa umfasste, soll der Vater des Archipels sein: Als er vor Millionen Jahren zerbrach und die einzelnen Kontinente ihre neuen Positionen suchten, entstanden dabei mehr oder weniger als Abfallprodukte die Seychellen. Zeuge dieser ungewöhnlichen Inselgeburt sind die sogenannten „Inneren Inseln“ – insgesamt 32, darunter Mahé, Praslin und La Digue mit den benachbarten Eilanden. Aber sind die nicht bekannt wegen ihrer zauberhaften Sandstrände?

Ja, gewiss, und dennoch sind sie nicht auf Sand gebaut. Sie sind nämlich die Gipfel des Mahé-Plateaus, was nichts weiter ist als ein Gebirge unter Wasser.

Seine höchste Erhebung ist zugleich der höchste Berg der Seychellen, der mit seinen 905 m (über dem Meeresspiegel) Mahé überragt. Viel weiter draußen beißt man aber nicht mehr auf Granit. Dort schlängelt sich ein Basaltmassiv durch die Meerestiefen, auf dessen Rücken es sich die sehr kleinen „Äußeren Inseln“ bequem gemacht haben. Platt wie Pfannkuchen liegen sie mit ihren Puderzuckerstränden nur wenige Meter über dem Wasserspiegel. Sie und ihre großen Schwestern ergeben zusammengenommen eine Landmasse von knapp 500 km² – verschwindend gering im Verhältnis zu den ca. 430 000 km² Hoheitsgewässer, die sie umgeben.

Damit ist das seychellische Staatsgebiet deutlich größer als das von Deutschland (357 000 km²)!